Zürich plant Mobilität der nächsten Generation

April 2025

Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,2 Milliarden Franken und fast 350 Massnahmen setzt der Kanton Zürich ein starkes Zeichen für die Zukunft. Die Agglomerationsprogramme der fünften Generation sollen die Mobilität stärken, die Lebensqualität erhöhen und die Entwicklung von Siedlung und Verkehr besser aufeinander abstimmen, in enger Partnerschaft mit Gemeinden, Regionen und dem Bund.

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat die neuen Agglomerationsprogramme der fünften Generation verabschiedet. Sie sind ein zentrales Instrument, um das rasante Wachstum der Städte und Gemeinden mit einer leistungsfähigen, nachhaltigen und zukunftsorientierten Verkehrsinfrastruktur zu begleiten. Die Programme ermöglichen es, Siedlungs- und Verkehrsentwicklung besser zu koordinieren und schaffen die Voraussetzung dafür, dass sich der Bund mit einem Beitrag von 30 bis 50 Prozent an den Investitionskosten beteiligt.

Die rund 350 vorgesehenen Massnahmen verteilen sich auf fünf Agglomerationsräume, in denen gezielt an einer verbesserten Mobilität gearbeitet wird. Im Raum Zürich-Glattal liegt der Fokus auf dem Ausbau von Umsteigebahnhöfen zu leistungsfähigen Verkehrsdrehscheiben und auf der Weiterentwicklung des Velonetzes gemäss kantonalem Veloplan und der Velostrategie der Stadt Zürich. In der Region Winterthur soll das Angebot im öffentlichen Verkehr sowie im Fuss- und Velobereich gestärkt werden, um das steigende Verkehrsaufkommen stadtverträglich aufzufangen. Zugleich wird die Elektrifizierung des Busverkehrs weiter vorangetrieben.

Erstmals wird mit dem Programm «Unterland-Furttal» ein gemeinsamer Beitrag der Planungsregionen Zürcher Unterland und Furttal eingereicht. Hier stehen eine siedlungsverträgliche Gestaltung der Strassenräume und die Verbesserung der Lebensqualität im Zentrum. Im Zürcher Oberland wiederum geht es um die bessere Erreichbarkeit regionaler Zentren wie Uster, Wetzikon, Pfäffikon und Hinwil. Auch hier sollen Strassenräume gezielt aufgewertet, Knotenpunkte gestärkt und der öffentliche Verkehr elektrifiziert werden.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Limmattal, wo der Kanton Zürich gemeinsam mit dem Kanton Aargau ein umfassendes Programm eingereicht hat. Im Fokus stehen dabei die Weiterentwicklung von Umsteigepunkten sowie die Elektrifizierung des öffentlichen Busverkehrs. Gleichzeitig sollen über zwanzig Massnahmen die Entwicklung hochwertiger Wohn- und Freiräume ermöglichen.

Rückblick mit Wirkung
Seit der ersten Einreichung im Jahr 2007 hat der Kanton Zürich mit seinen Agglomerationsprogrammen eindrückliche Resultate erzielt. Der Bund hat seither Beiträge von über 1,5 Milliarden Franken zugesprochen. Damit konnten nicht nur Grossprojekte wie das Tram Hardbrücke oder die Limmattalbahn realisiert werden, sondern auch zahlreiche kleinere Massnahmen zur Förderung des Fuss- und Veloverkehrs sowie zur Aufwertung von Strassenräumen. Die Programme bauen auf zentralen kantonalen Planungsgrundlagen auf,  darunter das Gesamtverkehrskonzept 2018, das Konzept S-Bahn 2G sowie der Velonetzplan und der Massnahmenplan Fussverkehr.

Gemeinsame Verantwortung für eine mobile Zukunft
Die Erarbeitung der AP5 erfolgte in enger Abstimmung mit Gemeinden, Regionen und weiteren Partnern. Der Regierungsrat hat die Programme nun offiziell verabschiedet und die Trägerschaft übernommen. Mit der Einreichung beim Bund setzt Zürich ein starkes Zeichen für eine abgestimmte und zukunftsfähige Raum- und Verkehrsplanung – getragen von einem breiten Konsens und dem Willen, den Wandel aktiv zu gestalten.

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