Gesamtsanierung der Kantonsschule Zug

Die Kantonsschule Zug steht vor einer umfassenden Sanierung, bei der die bauliche Struktur wie auch die Raumgestaltung zukunftsfähig anpassen wird. Mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit und Funktionalität wird dieser Umbau den Anforderungen der Bildung gerecht und bereitet den Weg für innovative Lehr- und Lernkonzepte.
Die Kantonsschule Zug, ein Meisterwerk der Nachkriegsmoderne, wurde zwischen 1971 und 1975 vom renommierten Architekturbüro Leo Hafner und Alfons Wiederkehr entworfen. Die Aussenraumgestaltung von Fred Eicher ist ebenfalls ein integraler Bestandteil dieses architektonischen Erbes. Angesichts der fortschreitenden baulichen Alterung besteht ein dringender Bedarf an umfassenden Sanierungsmassnahmen. Diese umfassen die Ertüchtigung der Tragstruktur, den Austausch der Gebäudehülle sowie der Haustechnik und des Innenausbaus. Besonders der Fokus auf die Anpassung der Raumstruktur ist entscheidend, um Lernbedingungen zu gewährleisten.
Sanierungskonzept und gezielte Erweiterung
Das Sanierungskonzept, das in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung entwickelt wurde, bietet eine ausgewogene Lösung zwischen den Bedürfnissen flexibler Unterrichtsformen und den bestehenden räumlichen Gegebenheiten. Durch geschickte Raumrochaden und Anpassungen wird das Raumangebot gezielt erweitert. Geplante Massnahmen beinhalten einen neuen Verbindungstrakt und eine Aufstockung des Trakts 7, um den Herausforderungen moderner Bildungsansprüche gerecht zu werden.
Prinzipien der Nachhaltigkeit
Die Entscheidung für eine Gesamtinstandsetzung basiert auf den finanziellen, ökologischen und terminlichen Vorteilen. Die Baudirektion des Kantons Zug verfolgt damit ihre klare Immobilienstrategie. Neubauprojekte sollen nur dann in Betracht gezogen werden, wenn eine Optimierung der bestehenden Bauten nicht mehr möglich ist.
Projektwettbewerb und nächste Schritte
Der nächste Meilenstein im Sanierungsprozess ist der Projektwettbewerb im selektiven Verfahren, der Mitte 2024 ausgeschrieben wurde und sich an Generalplaner-Teams richtet. Ziel ist es, die besten Lösungen für eine Instandsetzung zu finden, die den Erhalt der ursprünglichen Architektur respektiert und gleichzeitig die Anforderungen eines modernen Bildungsbetriebs erfüllt. Die Baudirektion des Kantons Zug betont, dass der Wettbewerb eine entscheidende Phase in der Umsetzung des Projekts darstellt und eine qualitätsvolle Sanierung sicherstellen soll.